Dresden – Samstag

Nach dem Frühstück machte ich mich auf dem Weg zur Schwebebahn. Dazu mußte zuerst eine Strecke mit der Straßenbahn und danach mit dem Bus zurückgelegt werden. Kurz vor dem Ziel überfuhren wir das Blaue Wunder, die Loschwitzer Brücke.

Von der Bushaltestelle aus waren es ca. 5 Minuten zu Fuß bis zur Talstation. Als ich diese erreicht hatte, stellte sich heraus, daß die Bahn erste um 09:00 Uhr öffnete. Somit hatte ich noch mehr als eine Stunde Zeit. Daher entschloss ich mich, mir die Umgebung näher anzusehen, inklusive des „Blauen Wunders“. Auf dem Rückweg stieß ich durch Zufall auf die Talstation der Standseilbahn. Inzwischen war es bereits 09:00 Uhr und ich konnte mit der ersten Fahrt nach oben den Berg bezwingen. Oben angekommen, erkundete ich die Umgebung. Da es sich um ein Villenviertel handelt, gab es außer schönen Häusern mit großen Mauern und Zäunen wenig zu sehen. Daher trat ich schnell den Rückweg an und fuhr mit der nächsten Bahn wieder nach unten. Ein Mitarbeiter der Bahn erklärte mir in der Bergstation, daß die Schwebebahn in der Bergstation einen Aussichtspunkt habe, hier allerdings nichts derartiges vorhanden sei.

Nach der Ankunft in der Talstation führte mich daher mein Weg direkt zur Schwebebahn. Dort hatte ich ebenfalls das Glück unmittelbar vor der Abfahrt einer Bahn anzukommen. Das interessante an dieser Fahrt war, daß während der Fahrt über die Lautsprecher die wichtigsten Elemente der Bahn sowie deren Geschichte erläutert wurden. In der Bergstation angelangt, stellte sich nach kurzem Umsehen heraus, daß die Station in einer normalen Wohngegend liegt. Daher führte mich mein Weg direkt auf die Aussichtsplattform. Diese ist über einen Aufzug zu erreichen und bietet einen sehr guten Blick auf das an der anderen Fluss-Seite gelegene Dresden, das Blaue Wunder sowie auch die Elbe. Von der Plattform führt eine Treppe in das Gebäude hinunter zu einem kleinen Museum der Geschichte der Bahn. Dieses demonstriert anhand von original Bauzeichnungen sowie eines kleinen Dokumentarvideos einige wichtige Punkte der Geschichte sowie die Technik der Bahn. Anschließend suchte ich den Eingang zum Maschinenhaus, welches man auch besichtigen kann.

Obwohl mir der Preis für diese Besichtigung bereits im Vorhinein als überteuert erschien, 2,50 €, überwog das Interesse. Das "Maschinenhaus" besteht nur aus einem großen Raum in dessen Vorraum sich eine Werkstatt befindet. Im Maschinenraum konnte ich dem Techniker einige Fragen stellen und er erklärte mir den Aufbau und die Funktion der gesamten Anlage.

Im Anschluss daran nahm ich die nächste Bahn hinunter ins Tal. Von dort wiederum nahm ich den nächsten Bus mit der anschließenden Straßenbahn zum Theaterplatz.

Dort angekommen, setzte ich meinen Weg in Richtung des Residenzschlosses fort. Im Innenhof und auch in der Eingangshalle war ein großer Andrang von Touristen. Aufgrund der vielen Sicherheitskräfte fühlte ich mich merklich unwohl und da in dem Schloss nichts von so bedeutender Wichtigkeit war, daß sich der Eintritt gelohnt hätte, sah ich mich nur ein wenig in der Eingangshalle um und verließ es wieder. Im Vorhof hörte ich der Einweisung eines Touristenführers seiner Gruppe gegenüber zu. Dabei stellte sich heraus, daß der Andrang offensichtlich auf der Neueröffnung des „Grünen Gewölbes“ basierte. Dieses vollkommen aus Gold bestehende Gewölbe und dessen ebenfalls aus Gold bestehende Einrichtung war der Grund für die hohen Sicherheitsvorkehrungen. Den Ausführungen des Führers zufolge, darf man das Gewölbe nur mit Spezialschuhen und nach einer ausführlichen Eingangskontrolle und Enstaubung betreten. Weiterhin ist nach dem Verlassen des Gewölbes eine ausführliche Sicherheitskontrolle notwendig, um sicher zu gehen, daß das Gold nicht weniger wird. Ein eigener Besuch dieses Gewölbes kam allerdings nicht in Frage da eine frühzeitige Anmeldung und Festzeitbuchung notwendig war. Weiterhin hätten mich die hohen Sicherheits- und Vorsichtsmaßnahmen, sowie der Preis abgeschreckt.

Danach setzte ich meine Erkundung in den Innenhof des Schlosses, vorbei an weiteren Souvenir-Verkäufern, fort. Der große Innenhof ist frei zugänglich, da die Gebäude teilweise für öffentliche Zwecke genutzt werden und der Innenhof als Zugang dient.

Von dort wanderte ich am Elbufer entlang zur Semperoper. Den Eingang für die Führungen erreichte ich schließlich gegen 13:10 Uhr und hatte bereits eine kleine Gruppe von fünf Personen vor mir. Bereits um 13:20 Uhr warteten schon ca. 20 Personen hinter mir auf den Einlass um 14:00 Uhr. Die Gruppe wuchs stetig an, so daß bereits um 13:50 Uhr die Tür geöffnet wurde die erste Gruppe eingelassen wurde. Der Preis für die Führungen, inklusive der Photoerlaubnis, in Höhe von 7,50 € entsprach durchaus der erhaltenen Gegenleistung. Unsere Gruppegröße von ca. 20 Personen erwies sich als gut gewählte Größe und der Führer erschien kompetent und sehr interessiert. Seine Ausführungen waren einfach und verständlich und spiegelten sein großes Interesse an dem Gebäude wieder. Die gesamte Führung dauerte ca. anderthalb Stunden und führte durch die wichtigsten, öffentlich zugänglichen, Gebäudeteile.

Nach dem Ende der Führung fuhr ich mit einer Straßenbahn in Richtung Neustädter Markt. Dort betrachtete ich den goldenen Reiter und erkundete die nahe Umgebung, bevor der Weg zurück zum Hotel auf dem Plan stand.

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