Dresden – Sonntag

Nach dem Frühstück im Hotel und dem Auschecken fuhr ich mit der Straßenbahn zum Hauptbahnhof. Von dort nahm ich die nächste Straßenbahn Richtung Schloß Pillnitz. Die Fahrt an sich war ein wenig kompliziert, da die eine Hälfte mit der Straßenbahn, die andere mit dem Bus zurückgelegt werden mußte. Der Vorteil dieser langen Fahrt war, wie es mir schon öfters in Dresden passiert war, daß man die Möglichkeit hatte, auch weniger bekannte und abgelegene Teile der Stadt zu sehen. Von der Haltestelle aus, sind es nur wenige Meter bis zu dem Busparkplatz des Schlosses und daher war sehr leicht, es zu finden, denn der Parkplatz war mehr als überfüllt.

Nachdem ich das Informationsbüro gefunden hatte, stellte sich heraus, daß nur wenige Minuten später eine Führung durch das Museum begann. Somit hatte ich noch die Möglichkeit daran teilzunehmen.

Die Führung begann in einem Teil des Gartens, war aber hauptsächlich auf das Museum ausgerichtet. Der Führer konnte in einfacher und verständlicher Weise die Geschichte des Schlosses erklären. Ebenso erklärte er kompetent die verschiedenen Exponate. Die Führung war ursprünglich auf einen Zeitraum von 90 Minuten angesetzt, dauerte aber letztlich über zwei Stunden. Dies lag nicht zuletzt an dem großen Interesse des Führers, wie auch der Besucher.

Im Anschluss an die Führung nahm ich mir ausgiebig Zeit, die großen und weitläufigen Gärten des Schlosses zu besichtigen. Passend zur Atmosphäre der Gärten spielte ein „Straßenmusiker“ auf einem Keyboard Melodien von Mozart.

Da es allerdings noch relativ früher Nachmittag war, entschloss ich mich auf dem Rückweg zum Bahnhof noch zu einem Zwischenstopp bei der so genannten gläsernen Manufaktur von VW. Durch die vollkommen aus Glas bestehende Außenfront kann von außen in das Gebäude hinein gesehen werden und auch ein kleiner Eindruck von dem erlangt werden, was von innen genau betrachtet werden kann. Der elegante Eindruck setzt sich auch in der Eingangshalle fort. Leider erfuhr ich an dem Empfangsschalter, daß zum einen das Gebäude nur im Zuge eine Führung betreten werden kann zum anderen das Fotografieren prinzipiell verboten ist. Da dies beides nicht von Interesse war, verließ ich das Gebäude wieder und setzte mein Weg, nachdem ich mir Umgebung des Gebäudes sowie des angrenzenden Parks angesehen hatte, in Richtung Hauptbahnhof fort.

Am Bahnhof angekommen, informierte ich mich über das Abfahrtgleis meines Zuges und über eventuelle Terminänderungen. Anschließend füllte deckte ich mich mit kleinen Snacks für die Rückfahrt ein. Schließlich setzte ich mich auf eine Bank am Gleis. Dort hatte ich nicht nur die Möglichkeit, die Sonne über der Stadt untergehen zu sehen sondern auch das am Hauptbahnhof gelegene Riesenrad, welches ebenfalls in hellem Licht erstrahlte, zu betrachten.

Mein Nachtzug erreichte schließlich pünktlich den Bahnhof und einer ruhigen Nacht im Liegewagen stand nichts mehr im Wege.

Als wir Berlin passierten, ergab sich die Möglichkeit, eine längerem Blick auf den allseits bekannten Berliner Fernsehturm zur richten. Dieser bietet, nächtlichen erleuchtet, einen imposanten Anblick, den man nicht so schnell vergisst.

Am Montagmorgen erreichten wir dann pünktlich den Hauptbahnhof in Köln.

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