unterwegs in der Zoom Erlebniswelt

Die Anfahrt

Die Anreise, ausgehend vom Kölner Hauptbahnhof und mit einem Zwischenstopp in Essen, verlief einfach und problemlos. Mit einer U-Bahn erreicht man vom Gelsenkirchener Hauptbahnhof direkt den Parkplatz vor dem Zoo.

Jedoch bereits die Fahrt mit der U-Bahn gestaltete sich als äußerst ungewöhnlich, denn die gelsenkirchener U-Bahn ist winzig im Vergleich zu anderen Städten.

Vor Ort

Gegen 9:30 Uhr ereichten wir den Zoo und begannen zuerst mit der Erkundung der Afrika-Welt. Am Anfang des Rundweges passiert man einige Fotografen, die die Besucher vor der Kulisse des Steppen-Waldes fotografieren. Die Bilder können dann später zu mehr oder weniger angemessenen Preisen im Eingangsbereich erworben werden.

Die Präsentation der Tiere in den aufwendigen und meist sehr großen Gehegen ist sehr schön und zeigt die Tiere in ihrer „natürlichen Umgebung“. Sogar auf die Gewohnheiten der afrikanischen Ureinwohner wird eingegangen, man hat originalgetreue, teilweise begehbare afrikanische Hütten aufgebaut. Dies macht die Illusion der afrikanischen Savanne noch vollständiger. Im weiteren Verlauf der Tour hat man die Gelegenheit, mit einem kleinen Boot durch einen größeren See zu fahren. Bei der Fahrt, natürlich voll automatisch, hat man nicht nur Gelegenheit viele Vögel, z.B. Flamingos, sondern auch Nilpferde aus fast unmittelbarer Nähe im Wasser zu beobachten. Wenn man dann die Tour auf dem Festland zum großen Freigehege der Giraffen fortsetzt, gelangt man zu einem Hochstand. Von dort überblickt man zum einen das gesamte Giraffengehege, zum anderen hatten wir das Glück, daß sich eines der Tiere gerade an dem dort aufgehangenen „Imbiß“ zu schaffen machte. Somit stand man Auge in Auge einem der größten Landsäuger der Erde gegenüber, ein durchaus beeindruckendes Erlebnis.

Nach dem Durchlaufen der Afrika-Welt führten wir unseren Weg durch die Alaska-Welt fort. Dort warteten am Eingang zuerst wieder die Fotografen, welchen wir dort jedoch elegant ausweichen konnten. Der Aufbau dieses Bereiches des Parks ist ähnlich aufwendig aufgebaut. Dieser Park macht deutlich, wie ein Zoo aussehen kann und wie man die Besucher in das Erlebnis der wilden Tiere einbinden kann. In dem Gehege der Kodiakbären verläuft ein Fluß mit einem großen Wasserfall. Die Besucher haben die Möglichkeit über eine Hängebrücke über den Fluß zu gehen und die Bären zu beobachten, leider hatten wir dieses Glück nicht, die Bären hielten sich außer Sichtweite auf. Als weiteres Highlight wird in dieser Welt ein kleines 3D Kino Erlebnis geboten, dabei rutscht man auf einer virtuellen Eisscholle einen großen Berg hinunter und landet im großen Finale in einem Fluß.

Der Park präsentiert die Tiere in ihrer Umgebung und ermöglicht dem Besucher teilweise sehr tiefe Einblicke in das Leben der Tiere. Bei dem Biber-Gehege z.B. hat man die Möglichkeit direkt durch eine Scheibe in das innere des Biberbaus zu blicken oder durch einen Unterwassertunnel wandern zu können und Robben beim Tauchen von unten beobachten zu können.

Die Rückfahrt

Die Rückfahrt verlief leider nicht ganz so unproblematisch. Die U-Bahn war am Nachmittag sehr überfüllt, jedoch lag das wahrscheinlich an dem Fußballspiel in der lokalen Arena, denn die Schalker-Fans waren nicht zu überhören.

Da wir noch ein kleines Zeitfenster bis zur Abfahrt des Anschlußzuges nach Essen hatten, wollten wir noch kurz die Innenstadt ansehen, jedoch brachen wir dieses Vorgehen ab als sich herausstellte, daß sich dies nicht lohnte. Somit wollten wir in den nächsten Zug nach Essen steigen, jedoch als wir den Bahnsteig erreichten und die große Polizeipräsens und den großen Andrang erkannten, bemerkten wir unser Problem. An diesem Tag fand in Essen die LoveParade statt. Daher entschlossen wir uns kurzfristig in einen Zug nach Düsseldorf zu steigen. Dieser machte zwar auch einen Zwischenstopp in Essen, jedoch nicht auf dem Hauptbahnhof und so war der Andrang auf diesen Zug nicht so groß und wir waren froh, aus dem Tumult endlich heraus zu sein. Auf dem Düsseldorfer Hauptbahnhof konnten wir dann in Ruhe den Weg in Richtung Köln antreten.

Fazit

Für Tierfreunde oder einfach nur um einen schönen Tag „in der Natur“ erleben zu können, mit Einblicken die man in anderen Tierparks vergebens sucht, ist der Park ideal geeignet und wenn in der Zukunft die Asien-Welt fertiggestellt ist, werde ich sicher erneut nach Gelsenkirchen fahren.

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