Unterwegs in München

Anreise
Tag1

Mit einer Verspätung von 10 Minuten verlies der Nachtzug gegen 23:50 Uhr den Kölner Hauptbahnhof.

München
Tag 2

Um viertel nach sieben des nächsten Morgens erreichten wir dann den Münchner Hauptbahnhof. Dort machte ich mich zuerst auf den Weg zum Hotel und nachdem ich mich dort mein Gepäck deponiert hatte, machte ich mich auf den Weg, die Stadt zu erkunden.

Der Weg durch die Altstadt führte an einigen schönen Gebäuden, unter anderem dem Justizpalast, vorbei und mein erstes Ziel war die Michaelskirche. Danach besuchte ich die Frauenkirche. Obwohl diese wegen ihrer beiden Türme die wohl bekannteste Kirche Münchens ist, ist sie im inneren eher schlicht gehalten und weitaus weniger prunkvoll als die Michaelskirche. Anschließend wollte ich den Turm des Rathauses am Marienplatz besteigen, jedoch war dieser wegen Renovierungsarbeiten geschlossen. Nachdem ich mich auf dem Platz umgesehen hatte ging ich also zurück zur Frauenkirche und fuhr mit einem Aufzug auf einen der Türme. Die Aussicht war zwar gut, jedoch konnte man nur durch Fenster sehen und war nicht im Freien.

Da sich bereits die Zeit zum Mittagessen näherte, begab ich mich auf den Weg zum Hofbräuhaus. In diesem sehr bekannten Gasthaus wollte ich eigentlich etwas essen und bereits von außen merkte man die Bekanntheit des Gebäudes auf Grund der vielen Menschen. Das Gebäude macht einen edlen Eindruck, die Preise auf den ausgehangenen Tafeln erschienen mir jedoch durchaus nicht überteuert. Nachdem ich das Gebäude betreten hatte, wusste ich jedoch sehr schnell, dass ich hier nichts essen konnte. Der sehr unangenehme Geruch von Bier hing in der Luft wie ein miefender Teppich. Also drehte ich nur eine kurze Runde durch die untere Etage und verließ das Lokal wieder so schnell wie möglich.

Direkt gegenüber dem Hofbräuhaus liegt eine Filiale des HardRock Cafes, jedoch war dessen Speisenauswahl nicht das was ich suchte, nämlich etwas klassisch bayrisches. Dies fand ich dann zwei Häuser weiter in einem der vielen anderen Wirtshäuser. Die freundliche Bedienung, natürlich in der klassisch bayrischen Tracht, servierte mir zwei bayrische Weißwürste mit Brezn.

Interessanterweise werden die Würste in dem Topf in dem sie erhitzt wurden auf den Tisch gestellt, ein tonartiges Gefäß. Der als Zugabe beigegebene Kräutersenf entsprach jedoch ebensowenig meinem Geschmack wie die Würste. Offensichtlich ist dies eines der Gerichte die man gerne ißt oder nicht. Eine Currywurst ist mir eindeutig lieber. Die warm servierten Brezn waren aber gut.

Frisch gestärkt, oder eben auch nicht, setzte ich meinen Weg zum Dallmayr Haus fort. Das aus der entsprechenden Werbung bekannte Haus ist der Stammsitz des Dallmayr Delikatessenhandels und das zwar große, aber wegen des ebenfalls großen Sortiments enge Ladenlokal war überaus gut besucht. Man hatte den Eindruck, daß dort die Zeit stehengeblieben sei, denn die Einrichtung, wie auch die Kleidung des Personals schien seit der Zeit der Gründung nicht verändert worden zu sein und selbst die aus der Werbung bekannten Kaffevasen waren noch genau so im Einsatz.

Nach diesem überaus interessanten Erlebnis ging ich über den Max Joseph Platz, vorbei am Nationaltheater zur Münchner Residenz. Dort nahm ich mir die Zeit, sowohl die Schatzkammer, als auch die anderen Räume zu besichtigen. Nach der Besichtigung der Schatzkammer folgte ich dem Hinweis eines der Aufseher und wartete, bis nach 13:30 Uhr, also lediglich zehn Minuten, denn danach wird der tägliche Rundgang geändert und man hat zu mehr Räumen Zugang als am Vormittag.
Als überaus positiv fiel mir hierbei auf, dass nicht nur das Hinterlassen von Taschen bei einer bewachten Garderobe kostenfrei erfolgt, sondern dass im Preis der Eintrittskarte auch ein Audioguide enthalten war.

Die letzte Station des Tages war ein Besuch des Viktualienmarktes. Dieser war für mich jedoch weniger interessant, da es dort, wie bereits im Reiseführer beschrieben, fast ausschließlich Nahrungsmittel zu kaufen gibt.

Tag 3

Nach dem Frühstück im Hotel machte mich direkt auf den Weg. Als ich mein Gepäck in einem Schließfach am Bahnhof eingeschlossen hatte, nahm ich die nächste Tram zum Nymphenburger Schloss. Auf dem Weg von der Haltestelle zum Schloss wird man bereits aus der Ferne von den riesigen Ausmaßen des Schlosses überwältigt. Dort spazierte ich zuerst durch den großen Park, vorbei an den vier kleinen Schlössern. Der Park machte einen sehr gepflegten Eindruck, bei den Teichen, Seen und Wasserläufen war das Wasser so sauber und klar, dass man ohne Probleme fast bis auf den Grund sehen konnte.

Anschließend besuchte ich den angrenzenden botanischen Garten. Nach dem Besuch im Garten setzte ich meine Tour zu den Innenräumen des Schlosses fort. Dabei empfand ich jedoch den Preis von fünf Euro für die wenigen Räume als deutlich überteuert.

Von dort fuhr ich mit der nächsten U-Bahn zum Olympiazentrum.

Von der Station sind es nur ca. 12 Minuten zu Fuß zum Olympiaturm. Der Aufzug bringt die Besucher auf die in ca. 185 Metern Höhe gelegene, verglaste Aufsichtsplattform. Von dort führt eine Treppe zur ersten Außenplattform von der aus eine weitere Treppe zu einer noch höheren Plattform führt.

Vom Hauptbahnhof brachte mich dann der Nachtzug nach Venedig.
Fazit

Als Fazit zu München bleibt mir nur zu sagen, dass ich nicht nur von der schönen Stadt sondern auch den sehr freundlichen Menschen überrascht war. Auf meinen bisherigen Reisen in Deutschland habe ich noch keine Stadt erlebt die zum einen so gut auf Tourismus eingerichtet ist sondern deren Menschen, ob touristisches Personal wie auch einfach Passanten so freundlich und hilfsbereit sind. Teilweise ging mir das schon fast zu weit, denn bei einfachen Fragen wurde oft schon vorbeugend versucht in Englisch zu reden und das könnte einheimische Touristen abschrecken.

Dies trübt aber das Bild der Stadt in keiner Weise und ich kann den Besuch von München nur jedem empfehlen, die Stadt hat weitaus mehr zu bieten als die Wiesen, diese habe ich übrigens bewusst gemieden indem ich eine Woche vorher dort war. Die Menschen stimmten sich teilweise schon darauf ein, die Aufbauarbeiten waren in vollem Gange aber auch die eigene Kritik der Bewohner war deutlich zu spüren, denn diese waren teils der Meinung, das Fest verkomme zu einer Sauforgie. Interessant fand ich auch, dass im Innenstadtbereich keine Hochhäuser zu finden sind.

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