Unterwegs in Venedig

Venedig
Tag 4

Nach der Ankunft am Hauptbahnhof nahm ich einen Wasserbus bis zur Rialtobrücke. Von dort suchte ich mir zu Fuß den Weg zum Hotel und deponierte dort mein Gepäck.

Danach suchte ich den Weg zur Kirche „Santa Maria de Miracoli“ und anschließend zu „Giovanni e Paolo“. Leider stellte sich heraus, daß in Vendig das Fotografieren in Kirchen nicht erlaubt ist und so kam es dann auch für mich nicht in Frage, den Eintritt für die zweite Kirche zu zahlen. Man konnte aus dem Eingangsbereich bereits einiges der Kirche sehen und für den Rest kaufte ich Ansichtskarten.

Anschließend machte ich mich auf den Weg, um zu dem großen Markt auf der anderen Seite der Rialtobrücke vorbeizuschauen. Dieser war jedoch offensichtlich hauptsächlich auf Obst und Gemüse und andere Nahrungsmittel ausgerichtet. Da es leicht zu regnen begann, stellte ich mich in einer der überdachten Plätze unter, bis es wieder aufhörte. Danach nahm ich den Rückweg vorbei an den vielen kleinen Läden und Ständen am Palaca diec savi. Zu dieser Zeit stellte sich heraus, daß sich der Himmel immer weiter verdunkelte und mir eindeutig nicht mehr viel Zeit für den Weg ins Hotel bleiben würde.

Nachdem ich einigermaßen trocken den Weg ins Hotel geschafft hatte, war der Tag gelaufen, denn von da an regnete es sich ein.


Tag 5

Nach dem Frühstück machte ich mich auf den Weg zur Rialtobrücke um dort noch einige Fotos zu schießen und von dort trat ich den Fußweg zum Markusplatz an. Anhand der guten Beschilderung konnte man den Platz sehr schnell finden. Der erste Eindruck von dem Platz war einfach überwältigend. Nach der „Klimatisierung“ begann ich mit dem Fotografieren, da es jedoch noch so früh war, hatte die Sonne einen ungünstigen Stand und es lag ein leichter Nebel in der Luft. Wie sich jedoch herausstellen sollte, war es gut, jetzt zu fotografieren.

Besonders interessant zu sehen waren die vielen Verkäufer von Taubenfutter. In der Regel werden Tauben als Plage betrachtet und somit ist das Füttern meist verboten. Da jedoch die Tauben hier angefüttert werden, sind sie in einer fast nicht vorstellbaren Menge vorhanden und dabei extrem zutraulich.

Vorbei an der Markuskirche setzte ich meinen Weg zum Dogenpalast fort. Dort stellte sich heraus, dass sowohl in der Markuskirche als auch im Dogenpalast das Fotografieren und das Mitführen von Taschen verboten sind. Daher entschloss ich mich, auch diese Gebäude nicht zu betreten.

Äußerst interessant war es auch zu sehen, wie die Schiffe mit den Touristen vom Festland ankamen und die Menschen wie von militärischen Landungsbooten bei einer Invasion in die Stadt strömten.

Im Anschluss setzte ich mit einem Wasserbus zu dem Saint Giorgio Kloster über.

Dort nahm ich zuerst die Gelegenheit wahr, die vielen dort liegenden kleinen Yachten und Segelschiffe zu fotografieren. Anschließend besichtigte ich die Klosterkirche. In dem Gebäude gab es dann die Möglichkeit, mit einem Aufzug auf den Glockenturm zu fahren. Dies gab die fast einmalige Gelegenheit, die gesamte Stadt von oben sehen zu können.

Da man bereits vom Glockenturm den Klostergarten einsehen konnte und der Eintritt an eine gebührenpflichtige Führung gebunden war, ließ ich den Klosterbesuch ausfallen. Mit dem nächsten Wasserbus fuhr ich dann zurück zum Markusplatz. Auf dem Weg zurück fotografierte ich erneut den Markusplatz und die Markuskirche und hier war der bereits erwähnte Vorteil des frühen Fotografierens zu erkennen, denn die Invasionstruppen nahmen den Platz derart ein, dass ein schönes Foto fast ausgeschlossen war.

Danach trat ich meinen Weg ins Hotel an. Obwohl es erst kurz nach 15:00 Uhr waren als ich dort ankam, war ich eigentlich froh wieder dort zu sein, denn mit zunehmender Tageszeit wurde es nicht nur immer heißer, sondern die Ströme der Touristen wurden immer größer und da war es kein Spaß mehr in der Stadt unterwegs zu sein. Weiterhin begann eine halbe Stunde nach meiner Ankunft eine Gewitterserie bis zum Abend.
Tag 6

Nach dem Frühstück machte mich zu Fuß auf den Weg zum Hauptbahnhof. Dabei hatte ich die schöne Gelegenheit, nicht nur durch die üblichen Touristengebiete zu wandern, sondern auch ein wenig von den normalen Straßen der Stadt zu sehen und dies war mindestens so interessant. Neben einigen Kirchen, die ich auf dem Weg noch besuchte, bekam man viel von dem normalen Leben mit, unter anderem auch einen normaler Straßenmarkt. Der Bahnhof war weniger spektakulär, jedoch ein Highlight war der am Bahnsteig wartende OrientalExpress. Die Atmosphäre die dieser Zug ausstrahlt ist bis heute ungebrochen, zumal auch die Uniformen der Mitarbeiter und das Aussehen des Zuges sich wohl seit Anbeginn fast nicht verändert haben, aber vielleicht macht ja gerade das den Reiz des Zuges aus.

Die weitere Wartezeit bis zur Abfahrt des Zuges überbrückte ich mit Lesen.

Der Schnellzug war ähnlich dem ICE und Thalys, wobei die Ausstattung in der zweiten Klasse weitaus edler war als im Thalys und im ICE. Kurz gesagt erschien mir dieser Schnellzug als der Beste den ich bisher benutzt hatte, insbesondere auch wegen der sehr gut funktionierenden Klimaanlage.

Der Zug erreichte relativ pünktlich den römischen Hauptbahnhof und auch der Weg zum Hotel war anhand meiner Straßenkarte schnell gefunden.
Fazit

Zu Venedig bleibt für mich als Fazit übrig, dass es eine durchaus sehenswerte Stadt ist. Zu sehen, wie die Menschen mit ihrer äußerst ungewöhnlichen Situation klar kommen und die täglichen sich ergebenen Probleme immer mit einem Lächeln zu lösen wissen ist einfach schön. Aber auch die Sehenswürdigkeiten der Stadt sind einen Besuch wert. Die Schönheit von Orten wie dem Markusplatz kann man nicht in Worte fassen und die sollte man einfach gesehen haben, sich von der Größe überwältigen lassen.

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