unterwegs in Rom

Rom
Tag 7

Gegen 08:00 Uhr machte ich mich auf den Weg zum Bahnhof und bestieg einen der Rundfahrtbusse. Diese fahren verschiedene wichtige Sehenswürdigkeiten in zehnminütigen Abständen an.

Interessanterweise wurde die Führung nicht live gesprochen, sondern man erhielt Ohrstöpsel. Diese konnten am Sitzplatz eingesteckt werden und durch einen Wahlschalter wurde die gewünschte Sprache gewählt.

Bereits an der zweiten Haltestelle, dem Kolosseum stieg ich aus.

Ein Besuch des Kolosseums kam zu nicht in Frage, denn man konnte nur nach einer Sicherheitskontrolle in das Gebäude und das erschien mir für den Besuch eines „Museums“ stark übertrieben.

Anschließend ging ich weiter Forum Romanum. Die Ausmaße dieser Anlage sind riesig und so dauerte die Besichtigung relativ lange. Danach führte ich meinen Weg zum Denkmal des unbekannten Soldaten fort. Die Größe dieser Anlage ist ebenfalls riesig und das darin befindliche Museum stellt die Geschichte und die gegenwärtige italienische Armee sehr ausführlich dar. Vor dem Eingang des Gebäudes halten den ganzen Tag über zwei Soldaten neben einem Kranz und zwei Fackeln ständig Mahnwache.

Als nächstes sah ich mir das römische Kapitol an. Dies war jedoch eine kleine Enttäuschung, denn dies war im Gegensatz zu dem was die historische Bedeutung hätte erwarten lassen, nicht so groß.

Vom Kapitol setzte ich meinen Weg zurück zum Kolosseum fort und stieg wieder in den Bus ein und verließ ihn bereits eine Station weiter wieder. Dort konnte ich mir die Reste des Circus Maximus ansehen. Auch dies war wieder ein Monument der Geschichte das durch seine Größe beeindruckte. Wenn man unten in der Fläche steht, kann man erahnen, wie es damals gewesen sein muß wenn dort die Wagenrennen abgehalten wurden.

Danach vervollständigte ich die Bustour und erhielt so ein relativ gutes Bild von der gesamten Stadt.
Tag 8

An diesem Morgen fuhr ich mit der Metro bis zur Haltestelle der Vatikanischen Museen. Dort folgte ich den Schildern zu dem Museum und kam dort gegen 08:30 Uhr an. Als ich jedoch die Warteschlange für das Museum sah, war ich leicht geschockt. Nahezu entlang des gesamten sichtbaren Teiles der Mauer um den Vatikan standen die Menschen in beiden Richtungen und warteten auf Einlass in das Museum. Hätte ich dort hinein gewollt, hätte ich wohl die Nacht hier kampieren müssen, also war ich erleichtert darüber, dass ich einen Besuch nicht geplant hatte.

Mit ein wenig Mitleid aber auch Erleichterung spazierte ich auf der anderen Straßenseite an der Menschenmenge vorbei zum Petersplatz. Diesen hatte ich ja bereits gestern aus dem Rundfahrtenbus kurz sehen können und der Platz hat eine sehr starke „Aura“ die schwer zu beschreiben ist.

Nachdem ich mir den Platz und die Fassade der Kirche angesehen hatte, wollte ich in den Petersdom gehen, jedoch war dies nur nach passieren einer Sicherheitskontrolle möglich. Da ich jedoch wie immer mein Schweizer Taschenmesser dabei hatte, konnte ich nicht durch diese Kontrolle gehen. Daher suchte ich nach einer Möglichkeit, meine Tasche in einem Schließfach oder einer Garderobe zu deponieren, jedoch stellte sicher heraus, das diese Möglichkeit erst nach passieren der Sicherheitskontrolle möglich war. Somit fielen die Begehung des Petersdoms sowie die Besteigung der Kuppel aus. Offensichtlich ist das Interesse an Besuchern nicht besonders groß, denn sonst hätte man dies anders lösen können. Gerade in Italien ist es normal, dass man ein Taschenmesser mitführt und daher müsste man den Menschen die Möglichkeit geben, die Sachen vor der Sicherheitskontrolle abzugeben.

Die ständig in Elektromobilen auf dem Platz umherfahrenden Polizisten dagegen waren eher beruhigend als beängstigend, denn bei der großen Menschenmenge wären sonst wahrscheinlich die Diebstähle nicht mehr zu zählen.

Vom Petersplatz wanderte ich entlang der Via della Concilliacone zur Engelsburg. Der dortige Eintritt von sechs Euro hätte mich nicht so abgeschreckt, wenn dort nicht auch wieder ein Fotografierverbot geherrscht hätte und somit kam auch hier eine Besichtigung nicht in Frage, schade eigentlich. Über die Engelsbrücke setzte ich meinen Weg zur Piazza Navona fort. Dieser Platz ist unter anderem wegen seinem Brunnen und der direkt am Platz gelegenen Kirche bekannt, jedoch war diese weniger imposant ausgeschmückt als es sonst für Italien üblich ist.

Von dort aus suchte ich den Weg zum Pantheon. Die Höhe und die Ausmaße dieses antiken Gebäudes sind einfach gigantisch. Obwohl die Grundfläche relativ klein ist, ist das Gebäude durch seine enorme Höhe und die sich vollständig selbst tragende, gewaltige Kuppel beeindruckend und der Gesamteindruck wird durch die kurze Säulenvorhalle vervollständigt. Heute wurde dieses Gebäude zu einer Kirche umgebaut und wird zu Gottesdiensten verwendet. Dennoch war dies die bisher erste Kirche in Italien, in der das Fotografieren erlaubt war.

Von dort aus war das nächste Ziel der Trevi Brunnen. Dieser durchaus schöne und große Brunnen ist zwar sehenswert, jedoch mindestens genauso interessant ist die Menschenmenge, die diesen Brunnen umlagert.

Mit der Metro fuhr ich dann bis zur Station Spagna und den Schildern folgend, gelangte ich nach dem Verlassen der Station direkt zu der spanischen Treppe. Die Treppe ist schön anzusehen, da sie jedoch auf fast jedem Werbeplakat von Rom abgebildet ist und zu dieser Jahreszeit auch keine Bepflanzung vorhanden war, war dies kein allzu großes Highlight für mich. Dennoch ist auch dies einer der Pflichtpunkte eines Rombesuchs.
Tag 9

Nach dem Frühstück fuhr ich mit der Metro zur Station Circus Maximus.

Von dort suchte ich mir den Weg zu den Caracalla Thermen.

Obwohl mir der Eintritt von sechs Euro relativ hoch erschien, wollte ich mir dennoch nicht die Gelegenheit entgehen lassen, mir diese Anlage anzusehen. Die Ausmaße der Anlage sind, wie fast alles in Rom, riesig und man kann sich heute gar nicht mehr richtig vorstellen, wie gewaltig dies in der vollständigen Version gewesen sein muss.

Nachdem ich durch die gesamte Anlage gewandert war musste ich enttäuscht feststellen, dass viele Bereiche wegen Instandsetzungsarbeiten nicht zugänglich waren. Dennoch dauerte es fast zwei Stunden bis ich die gesamte Anlage gesehen hatte und des Areal wieder verlies. Danach fuhr ich zur Kirche San Giovanni.

Von außen erscheint die Kirche zwar schon reich verziert, aber im Gegensatz zu dem Inneren ist das nur ein kleiner Vorspann. Das Beste ist wohl, dass man das Gebäude ohne Eintritt und sogar mit meiner Tasche, ohne Leibesvisitation und mit der Erlaubnis zu fotografieren betreten darf.

Da die Kirche zu einem Kloster gehört, konnte man, wenn auch gegen eine geringe Gebühr von zwei Euro, den Kreuzgang besichtigen. Dies lohnte sich, denn man konnte nicht nur den sehr schönen inneren Garten von dort durch einen Säulengang einsehen, sondern es waren auch viele alte Figuren aus der Kirche selbst dort ausgestellt.

Tag 10

Am letzten Tag der Reise nahm ich mir viel Zeit für das Frühstück und anschließend checkte ich aus dem Hotel aus. Vom Hauptbahnhof fuhr ich mit dem so genannten Leonardoexpress, einem Direktzug, zum Flughafen.

Nach einer längeren Wartezeit und mit einer Verspätung von zwei Stunden brachte mich ein Flieger zurück nach Köln.
Fazit

Als Fazit zu Rom und Italien bleibt nur zu sagen, dass die Italiener durchweg sehr freundlich und offen gegenüber der Flut an Touristen sind. So empfindet man auch die sehr starke Polizeipräsens nicht als aufdringlich, vor allem aber auch wegen dem sehr freundlichen Auftreten der Polizisten. Weiterhin sehr interessant empfand ich die elektronischen Kerzen in den Kirchen, denn in kaum einer Kirche konnten echte Kerzen angezündet werden, sondern nur durch Knopfdruck elektronische Kerzen eingeschaltet werden.

Speziell zu Rom sollte noch erwähnt werden, daß die Stadt eine fast unzählige Menge an Sehenswürdigkeiten bietet und somit ein Besuch auf jeden Fall lohnenswert ist. Was mir sehr stark aufgefallen ist, sind die meiner Meinung nach stark übertriebenen Sicherheitsmaßnahmen am Petersdom. Diese könnten weitaus touristenfreundlicher ausfallen, aber dieses Vorgehen ist wahrscheinlich in der Natur der katholischen Kirche verankert.

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