Open Ship – oder doch nicht

An meinem zweiten Tag bei der KielerWoche wollte ich schon früh Morgens zu den Schiffen der Kriegs-Marinen fahren und mir diese in aller Ruhe von Land aus fotografieren.

Durch meine Erfahrungen mit anderen Open Ship Veranstaltungen ist mir bekannt, dass es sich nur wenig lohnt, die oft sehr lange Wartezeit in Kauf zu nehmen um auf die Schiffe zu gelangen. Die wirklich interessanten Bereiche bleiben meist gesperrt und die zugänglichen Bereiche sind größtenteils schon von Land aus einzusehen.

Daher wählte ich gezielt eine frühe Tageszeit und einen Tag, an dem laut Ablaufplan keine Besichtigung der Schiffe möglich ist.

Leider scheiterte dieses eigentlich einfache Vorhaben…

Offenbar ist man aber nicht daran interessiert, dass überhaupt jemand die Schiffe aus der Nähe sieht. Denn bereits die Anreise ist für Nicht-Kieler schon ein kleiner Irrweg.

Im Programmheft steht lapidar “Marinegelände Tirpitzhafen, Hindenburgufer”. Da im Fahrplan des ÖPNV lediglich die Haltestelle “Hindenburgufer” zu finden ist, wählte ich diese natürlich als Zielstation. Dabei stellte sich dann jedoch heraus, dass das Marinegelände noch mehrere Kilometer entfernt war.

Nachdem ich dann auch dies zu Fuß zurückgelegt hatte, folgte jedoch die nächste Enttäuschung. Alle Marineschiffen lagen innerhalb des militärischen Sicherheitsbereiches und waren vollkommen abgeschirmt.

Da stellt sich mir die Frage, wo der Sinn der Veranstaltung, insbesondere für die ausländischen Schiffe, liegt, wenn man nur an drei Tagen für etwas mehr als zwei Stunden die Besucher an bzw. auf die Schiffe lässt. Und dann sollte auch mal über die Erreichbarkeit nachgedacht werden.

Da mir nichts davon bekannt ist, dass man kostenlose Shuttlebusse einsetzt, bezweifle ich stark, dass viele Besucher den weiten Weg überhaupt auf sich nehmen.

Für Ortskenner gibt es sicherlich auch einen einfacheren Weg, aber meiner Meinung nach sollte man sich an den Besuchern von Auswärts orientieren und zumindest den Weg leicht verständlich ausschildern.

Am Vortag hatte ich eigentlich auch geplant, das Wasser- und Schiffahrtsamt anlässlich dessen Tages der offenen Tür zu besuchen. Heute weiß ich, dass dieses gegenüber dem Marinehafen liegt. Gestern habe ich mir gar nicht erst die Mühe gemacht, danach zu suchen, da ich wegen dem morgens sehr schlechten Wetter keine Lust an einer langen Suche hatte.

Aber anscheinend gibt es noch mehr Probleme, die die Besucher fernhalten, denn sowohl an der Kirmesmeile am Olympiazentrum zur Mittagszeit als auch in der Kai-City am Nachmittag konnte man die Besucher zählen:

Da bleibt nur abzuwarten, was die nächsten Tage noch bringen…

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