Freundlichkeit – in Kiel ein zweischneidiges Schwert

Aus Mangel an interessanten Programmpunkten war mein Plan für Freitag, gezielt Details von Schiffen und Musiker zu fotografieren.

Ich fuhr relativ früh in die Innenstadt, um die morgendliche Ruhe zu nutzen. Dabei schlenderte ich an einer Schaustellertruppe vorbei die gerade dabei war, ihr Fahrgeschäft für den Tag aufzubauen. Als ich dabei war, deren Informationstafel und die Preisinformationen zu lesen, hörte ich von der Seite “Das ist viel zu teuer”. Ich dachte mich verhört zu haben und daher fragte ich nach, ob er was zu mir gesagt habe. Daraufhin wiederholte der Schausteller seinen Spruch. Nachdem ich mit einer passenden Antwort darauf reagiert habe, habe ich mich natürlich von diesem Stand entfernt. Schade eigentlich, denn ich hatte eigentlich vor, deren Angebot auszuprobieren.

Offensichtlich hat sich die Besucherzahl wohl doch nicht positiv seit Montag entwickelt. Denn anders als durch akute Verzweiflung kann ich mir solch eine unverschämte Bemerkung nicht erklären.

Leider sind solche Erfahrungen in Kiel keine Einzelfälle, zumindest was Servicepersonal angeht. Viele Busse kommen zu spät zur Haltestelle und dann, wenn sehr viele Fahrgäste auf den Bus warten, wird nur die vordere Tür halb geöffnet um jede Fahrkarte einzeln zu kontrollieren.

Dabei ist die Kieler Bevölkerung die Freundlichste, mit der ich jemals Kontakt hatte. Jedes Mal wenn ich mit offener Straßenkarte unterwegs war, wurde ich angesprochen, ob man mir helfen könne. Auf dem Schiff bei der Hafenrundfahrt und auch bei der Regattabegleitfahrt hatte ich einige interessante Gespräche mit äußerst freundlichen Kielern. Eine derartige Hilfsbereitschaft und Freundlichkeit war mir bisher nicht bekannt. Das trifft auch auf die vielen Mitarbeiter von Sicherheitsdiensten und Polizisten zu, die während der KielerWoche Dienst hatten.

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