Architekturfotografie in Aachen

Da es kurzfristig ergeben hatte, dass ich einen Tag frei hatte, hatte ich mich spontan dazu entschlossen, ein weiteres meiner geplanten Tages-Ziele “abzuarbeiten”. Auf Grund der kurzen Vorlaufzeit entschied ich mich für die geplanten Fingerübungen in Architekturfotografie in Aachen.

Da die Stadt für mich relativ leicht zu erreichen ist, lediglich 2h im Regionalexpress ohne Umsteigen, und da die Planung schon längere Zeit nur noch auf Ausführung wartete, schien das eine gute Idee.

Ich habe geschrieben “schien” und wie hätte es anders sein sollen, wenn ich mich “spontan” zu etwas entschließe. Natürlich lief einiges anders als geplant…

Aber fangen wir vorne an. Da ich die Tour am Samstag gemacht habe, konnte ich auf das NRW-Tagesticket zurückgreifen. Dieses gilt am WE und an Feiertagen ganztags, und nicht wie in der Woche erst ab 09:00 Uhr. Dies ermöglichte es mir, für nur insgesamt 26 Euro sowohl die Hin- und Rückfahrt, als auch die Fahrten mit dem Bus vor Ort bezahlt zu haben. Bedenkt man, dass ein normales Ticket für die Hinfahrt sonst 26 Euro gekostet hätte, so ist das durchaus eine große Ersparnis.

In Aachen angekommen fuhr ich mit dem Schnellbus, Linie 44, zum Elisenbrunnen. Das Licht war super und so konnte folgendes Bild entstehen:

Soweit so gut, also ging die Tour weiter in Richtung Dom. Es waren erst 10:35 Uhr und es stellte sich heraus, dass an Samstagen eine öffentliche Besichtigung des Gebäudes erst ab 13:00 Uhr möglich ist!

Also weiter zum Rathaus. Da kam es jedoch noch schlimmer. Das Gebäude war für Besichtigungen vollständig geschlossen! Und dabei hatte ich gestern vorsichtshalber auf der Internetseite der Stadt nachgesehen, man hat schließlich Erfahrung… Dort waren jedoch lediglich die normalen Öffnungszeiten ab 10:00 Uhr aufgeführt, zumindest auf den touristischen Seiten der Stadt. Erst bei intensiver nachträglicher Suche habe ich die Tabelle mit den Schließungszeiten gefunden. Schade, das sollte man anders präsentieren, dann wäre es übersichtlicher.

Aber das Gebäude macht immerhin auch von außen einiges her:

Also begann ich mit der fotografischen Erkundung der Innenstadt und schaffte dann auch relativ schnell die Zeit bis zur Eröffnung des Doms zu überbrücken. Aachen verfügt über sehr viele Straßencafés, Bars und Restaurants. Insbesondere die Eiscafés waren bei der aktuellen Hitze von rund 30°C natürlich sehr gut besucht.

Wer auch ein wenig an Geschichte und Kultur der Stadt interessiert ist, für den könnte die “Route-Charlemagne” einen Blick wert sein. Sie ermöglicht auf einfache und schnelle Art, die wichtigsten Gebäude und Punkte der Stadt zu erkunden.

Wer mehr von der Stadt, aber auch vom Umland sehen will, könnte eine Tour mit den “Aachener City Tour” in Erwägung ziehen. Hätte ich von dieser Möglichkeit früher erfahren, so hätte ich den Tag anders geplant und mit dieser Tour begonnen. Anders als in anderen Städten fahren die Busse allerdings nicht halbstündlich, sondern lediglich 3 mal am Tag und daher muss das schon genau überlegt sein, sonst sitzt man an den Stationen lange fest.

Der Dom öffnete dann schon um 12:30 Uhr die Pforten für die Besucher. Er wirkt von innen weitaus kleiner, als man von außen erwarten würde. Dafür bietet er einem Prunk, den ich in dieser Art selbst in den vatikanischen Kirchen in Rom nicht vorgefunden habe. Leider war aber das zentrale Deckenmosaik vollständig durch ein Gerüst verdeckt, da noch bis Oktober 2011 eine längst fällige Restauration durchgeführt wird.

Schließlich wollte ich es mir auch nicht nehmen lassen, in einer der Tradtionsbäckereien eine Tüte der original Aachener Printen zu erwerben, inklusive einer Probeverkostung vor dem Kauf. Absolut kein Vergleich zu der Diskounter-Variante, auf das genüssliche Schlachten der Großpackung freue ich mich schon 🙂

Somit hat sich trotz allem die Tour am Ende doch noch gelohnt, bietet doch der alte Stadtkern sehr viele schöne Fotomotive, vor allem die Gebäude an und um den Dom. Das lässt vieles von dem Ärger wieder vergessen 😉

Aber was für (Architektur-) Fotografen von großem Interesse ist, muss nicht für jeden etwas sein und somit kann ich keine eindeutige Empfehlung aussprechen. Denn abgesehen von den architektonisch interessanten Gebäuden, sowohl Alte als auch hochmoderne Universitätsbauten, konnte ich für mich nichts überragend Interessantes in der Stadt finden.

Mehr Bilder!

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