Gozo Tag 3 – 2 Expeditionen per Boot

Heute war es dann endlich soweit, die ersten beiden “richtigen” Tauchgänge auf Gozo standen auf dem Plan.

Der erste Tauchgang führte unser Boot zur “Cathedral Cave”.  Aber schon die Anfahrt mit dem Boot war ein kleines Abenteuer, denn der Fahrer des Bootes geizte nicht mit dem Gashebel und somit ging es in zügigem Tempo die gut eine halbe Stunde dauernde Fahrt an der Küstenlinie Gozos entlang zum Tauchplatz.

Die Höhle ist sehr einfach zu erreichen und wenn man im Inneren auftaucht blickt man zuerst in ein schwarzes Nichts. Erleuchtet man die Höhle dann jedoch mit Taucherlampen, zeigt sich die gigantische Größe. Der Weg nach draußen läßt einen das Folgende sehen:

Allein für diesen Anblick lohnt sich die lange Anfahrt mit dem Boot.  Der Rückweg offenbarte aber noch eine sehenswerte Artenvielfalt, durch die niedrige Wassertiefe von ca. 20m und dem sehr klaren Wasser, ist auch noch ohne Blitz viel “Buntes” dort zu finden.

Der zweite Tauchgang des Tages führt uns am Nachmittag, wieder mit dem Boot, zu einem vor wenigen Jahren versenkten Patrouillenboot der ehemaligen DDR. Es wurde Malta damals überlassen. Leider war der Seegang seit dem Morgen angestiegen und somit war die Fahrt sehr unruhig und auch das Einsteigen ins Wasser gestaltete sich als etwas schwierig.

Unter Wasser zeigte sich dann, dass die DDR wohl doch noch was gutes hatte 😉 Das Boot ist zwar nicht ein absolutes Must-have, aber zum reinschnuppern in das Wracktauchen eignet es sich optimal, es ist sogar teilweise von Innen zu erkunden. Ich weiß jetzt allerdings, dass das sicherlich nicht zu meinen bevorzugten Tauchinteressen werden wird. Später meinte eine Taucherin aus der Gruppe “Ein Wrack ist ein Wrack, kennt man eines, kennt man alle!” Nun ich kenne zwar jetzt nur eins, kann mir aber gut vorstellen, dass der Satz durchaus der Wahrheit entspricht. Ein großer Haufen Stahl der langsam vor sich hin rostet…

Weitaus interessanter als das Wrack selbst waren aber die vielen kleine Fische rundherum und das wiederum könnte ein Grund sein, wieder an einem Wrack zu tauchen, nutzen diese doch die großen Ungetümen gerne als Versteck und Lebensraum.

Glücklicherweise hatte sich nach unserer Rückkehr die See zumindest ein wenig beruhigt und somit bestand auch weniger die Gefahr, dass sich jemand aus der Gruppe das letzte Essen nochmal durch den Kopf hätte gehen lassen müssen, wie noch auf der Hinfahrt von einigen befürchtet 😉

Nach dem Reinigen der Ausrüstung genieße ich wieder den Ausblick von meinem Hotelbalkon und schreibe diesen Post.

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