Gozo Tag 4 – Wracktauchen und die Hauptstadt entdecken

Unser heutiger Vormittags-Tauchgang führte uns wieder zu einem Schiffswrack. Diesmal zu dem der MV Karvela, zu finden an der Südküste von Gozo, auf ca. 38m Tiefe.

Leider sind dabei keine vorzeigbaren Photoergebnisse entstanden, der eingebaute Blitz der G12 ist absolut nicht für dieses Einsatzgebiet zu gebrauchen, denn das UW-Gehäuse ist dem Licht im Weg und somit wird nur die obere Hälfte des Bildes erhellt, die untere verschwindet in Dunkelheit. Und ohne Blitz ist bei 40m Tiefe nicht sehr viel “verwertbares” zu produzieren, denn hohe Isowerte führen nur bedingt zur Besserung, erhöht sich schließlich das Rauschen doch sehr extrem. Außerdem fehlen dann immer noch die Farben, kommt doch bei dieser Tiefe nicht viel mehr als verschiedene Nuancen von blau unten an.

Aber es war dennoch eine interessante Erfahrung, jetzt weiß ich, was eine meiner nächsten Anschaffungen sein wird. 🙂

Den Nachmittag habe ich dann genutzt, um mir die Hauptstadt Gozos, Victoria, genauer anzusehen.

Vorab sei angemerkt, dass, anders als in den meisten Reiseführern immer noch beschrieben, inzwischen neue und moderne, voll klimatisierte und mit getönten Scheiben ausgestattete Busse den Linienverkehr übernommen haben. Es fahren also keine Oldtimer die Linien! Desweiteren ist es nicht mehr so, dass die Busse zur Mittagszeit nicht mehr verkehren, sondern ganztägig und stündlich! Desweiteren sollte erwähnt werden, dass eine Tageskarte, die für die ganze Insel gilt, nur 2,60€ kostet!

Von Xlendi aus sind es ca. 10 Minuten mit dem Bus nach Victoria. Dort angekommen machte ich mich auf den Weg zur Zitadelle, einer alten Befestigungsanlage die auch eine große Kirche, die Kathedrale Santa Marija, beinhaltet. Leider benötigt man für die Besichtigung der Kirche eine Eintrittskarte im Wert von 3 Euro. Dies habe ich mir zwar geleistet, würde ich aber nicht weiter empfehlen. Obwohl es ein schöner sakraler Bau ist, ist der Eintritt überteuert! Lediglich die damals aus Kostengründen nicht erbaute Hauptkuppel, die stattdessen auf eine normale Kuppel aufgemalt wurde, stellt einen seltenen Anblick dar.

Der Zugang zu der Befestigungsmauer der Zitadelle ist kostenlos und wohl das Highlight der Stadt. Durch die hohe Lage und die Höhe der Mauer kann man von der Mitte der Insel völlig rundherum und bis zum Ende der Insel blicken! Hier wird erst so richtig deutlich, wie klein die Insel doch eigentlich ist, wegen den oft längeren Fahrten vergisst man das leicht. Aber durch die meist sehr engen Gassen kann man nicht so fahren, wie man das von Deutschland gewohnt ist. Daher erscheinen viele Fahrten weitaus weiter als sie sind. Das wird einem an diesem Punkt sehr deutlich, liegen doch alle Städte förmlich in greifbarer Nähe.

Von dort zeigte sich auch, dass die Stadt offensichtlich noch eine andere große Kirche zu bieten hat, die “Basilika St. Georg”. Also stattete ich auch dieser einen Besuch ab. Dabei stellte sich mir erneut die Frage, wofür ich soeben 3 Euro Eintritt hatte bezahlen musste. Diese Kathedrale bietet eine Pracht und Schönheit, wie ich sie selbst in keiner römischen Kirche gesehen habe und kostete keinen Cent Eintritt. Wer gefallen an sakraler Architektur hat, der sollte sich diesen Prachtbau keinesfalls entgehen lassen, denn den Spitznamen  “goldene Kirche” hat sie ganz und gar nicht um sonst!

Für den Rückweg zur Busstation wählte ich einen Weg durch die kleinen Gassen der Stadt und wurde mit vielen schönen Eindrücken aus dem normalen Leben der Insel belohnt.

Teile diesen Beitrag:

Leave a comment