Gozo Tag 5 – Marsalforn

Der fünfte Tag auf Gozo stand im Zeichen der Landerkundung. Wobei auch das relativ zu sehen ist, denn es ist äußerst schwer, sich auf der Insel zu bewegen, ohne es mit dem nassen Element zu tun zu bekommen…

Aber fangen wir vorne an. Ursprünglich hatte ich geplant, mit dem roten “Hop on – Hop off” Bus die Insel zu erkunden. Leider fährt der jedoch in zwei sich teilweise überschneidenden Routen und es ist äußerst schwierig, deren Fahrplan zu verstehen. Desweiteren liegen die Fahrtzeiten sehr weit auseinander und für eine optimale Ausnutzung müsste man die Tour “vorne” beginnen. Ein Start der Tour an einer beliebigen Haltestelle gestaltet sich offenbar als äußerst ungünstig, da der Rückweg zum Startpunkt wohl unter umständen nicht sichergestellt ist. Das kenne ich aus anderen Städten viel besser durchdacht. Schließlich habe ich mich dann dagegen entschieden und bin stattdessen mit dem Linienbus zu der Stadt Marsalforn im Norden der Insel gefahren.

Die Stadt ist weitaus stärker auf Touristik ausgerichtet als Xlendi, deutlich an der großen Strandpromenade zu erkennen. Dennoch lohnt sich ein Besuch der Stadt, bietet sie doch einige spektakuläre Blicke auf die Felsenküste und auch die Bucht ist einen kurzen Blick wert 🙂

Folgt man der Küstenlinie weiter westwerts, gelangt man zu ehemaligen Salinenfeldern und anschließend zu einem weiteren Strandbereich. Besonders aber der Bereich zwischen beiden bietet sehr beeindruckende Motive von der Brandung, besonders im Morgenlicht.

Zu den Linienbussen auf Gozo sei noch angemerkt, dass es jede Linie nur einmal gibt, nicht wie von Deutschland gewohnt eine für beide Richtungen. Die Busse fahren immer eine Rundtour und passieren somit jede Station ihrer jeweiligen Route regelmäßig und zu festen Uhrzeiten. Dabei sollte aber bedacht werden, dass “feste Uhrzeit”, wie im südlichen Raum üblich, relativ zu sehen ist 😉 Verspätungen von 10 Minuten sind üblich…

Als Fazit bleibt mir nur der Rat, sich genau zu überlegen, was man will. Die “Hop on – Hop off” Touren lohnen sich meiner Ansicht nach nur, wenn man die Touren an einem Stück durchfährt, am besten von dem offiziellen Startpunkt. Dann bekommt man sicher einige interessante Informationen und sieht weitestgehend die ganze Insel im Schnelldurchlauf. Dann lohnen sich sicher auch die 15€ für eine Tageskarte.

Möchte man stattdessen jedoch gezielt die eine oder andere Stadt und deren nähere Umgebung erkunden, sollte man besser den normalen Linienverkehr wählen. Dort kostet die Tageskarte lediglich 2,60€ und hat man dessen Fahrplansystem mit den Rundfahrten einmal verstanden, ist es herrlich komfortabel.

Wenn man die Insel zum Tauchen besucht, hat man den großen Vorteil, dass man meist auf dem Weg zu den Tauchplätzen viele der “sehenswerten” Orte passiert und somit eine Inselrundfahrt im Tauchpaket sozusagen enthalten ist. Und die fehlenden Dinge besucht man eben an den tauchfreien Tagen 🙂

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