24h Renenn 2012 – ein Fazit

Das Wetter war in diesem Jahr zwar teilweise verregnet aber auch sehr oft trocken und sonnig.

Leider fiel das Jubiläumsfeuerwerk genau in eine dieser Regenperioden und daher habe ich darauf verzichtet, mir diesen sicherlich großen Programmhöhepunkt anzusehen. Schade, denn ich hätte gerne darüber berichtet und noch lieber schöne Fotos davon geschossen.

Ein sehr interessanter Programmpunkt war aber auch der Rennlauf des „Avon Tire GT Cup“, einer englischen Rennsportserie, vergleichbar mit unserem ADAC GT Cup. Neben den teils sehr imposanten Fahrzeugen bekam man einige sehr schöne Rennsituationen geboten. Ein Programmpunkt, den nicht nur ich gerne im nächsten Jahr wiedersehen würde.

Gegenüber der Mercedes-Tribüne hatte man eine zusätzliche, provisorische Tribüne eingerichtet. Diese sollte zum einen das Platzangebot, besonders während der Start und Endphase des Hauptrennens erhöhen und zum anderen eine neue Perspektive auf das Renngeschehen bieten. Obwohl beides mehr oder weniger auch erfüllt wurde, war sie dennoch in der übrigen Zeit eher schlecht genutzt. Aus meiner Sicht lag das daran, dass die Tribüne nicht sehr durchdacht platziert war. Obwohl man an den „richtigen“ Tribünen meist noch weiter von der Strecke entfernt sitzt, ist die Sicht dennoch um Längen besser. Nicht zuletzt deswegen, da bei der provisorischen Tribüne die besten Sichtwinkel durch Wohnmobile verstellt waren und somit zumindest für mich diese Position völlig unbrauchbar wurde. Die Grundidee der Tribüne ist sicherlich sehr gut, allerdings sollte man sich nochmal einige Gedanken um die richtige Umsetzung machen, dann könnte es wirklich eine interessante Fotoposition werden.

Mein persönliches Highlight bei den diesjährigen Neuerungen war jedoch der nun frei zugängliche Bereich auf dem Dach der Boxengasse. Wie in meinem Bericht „neue Perspektive“ schon erklärt, bot er sehr schöne fotografische Möglichkeiten und wurde am Samstagabend auch für ein Public-Viewing für ein wohl sehr wichtiges Fußballspiel genutzt. Für Fotografen hatte das den großen Vorteil, dass die besten Positionen frei zugänglich waren, da fast alle nur gebannt auf die Leinwand starrten an statt das eigentlich richtig interessante, das Renngeschehen nämlich, zu beobachten.

Eine sehr große Enttäuschung dagegen war die nicht mehr vorhandene Großbildleinwand gegenüber der Mercedestribüne. Obwohl diese sicherlich nicht mehr zu den Modernsten Ihrer Art gehörte, bot sie doch immer die Möglichkeit, sich schnell mal die über das RingRadio verkündeten Unfälle oder Ereignisse von der Nordschleife oder von anderen Stellen an der GP-Strecke schnell ansehen zu können, sofern sie vom RingTV übertragen wurden. Dieser Möglichkeit beraubt zu werden war eine große Enttäuschung.

Ebenfalls hat mir weniger gut gefallen, dass die Benutzung der Parkplätze nun 5€ pro Tag kostete und ich auch den Eindruck hatte, dass die Preise für Speis und Trank drastisch angehoben wurden. Das hatte aber auch eine deutliche Reaktion der Besucher zur Folge. In dem großen Imbiss-Zelt am Eingang zum neuen Fahrerlager hatte ich sonst zur Mittagszeit fast immer Probleme noch einen Platz zu bekommen und musste teilweise sogar warten. In diesem Jahr hatte ich sogar am Sonntag noch die absolut freie Platzauswahl!

Aber von viel elementarere Wichtigkeit in diesem Zusammenhang waren die abermals erhöhten Eintrittspreise. Eine Event-Karte für Donnerstag bis Freitag wurde im Vergleich zu  letztem Jahr um 5€ erhöht. Obwohl man zwar dieses Jahr, wie bereits erwähnt, einige Highlights zusätzlich hatte,  musste der Besucher sich diese doch sehr teuer erkaufen. Bedenkt man dann, dass ein absoluter Standard wie die Großbildleinwand verschwunden waren, so weiß ich nicht, ob die Besucher das Event nicht doch lieber genauso wie immer und dafür weitaus besser bezahlbar gefeiert hätten.

Damit bleibt mir abschließend zu sagen, dass das Event „24h Rennen am Nürburgring“ in diesem Jahr die beste Show geboten hat, die ich dort in meiner nun schon fünfjährigen Ringerfahrung bisher erleben durfte. Das Gesamtpaket stimmte einfach, wenn auch einige Punkte sehr negativ aufgefallen sind. Obwohl für mich bereits jetzt feststeht, dass ich im nächsten Jahr sicherlich wieder dabei sein werde, kann ich aber auch durchaus verstehen, wenn einige „normale“ Besucher es sich überlegen werden. Denn es ist sicherlich nicht damit zu rechnen, dass die Eintrittspreise sinken und die einmal eingeführten Parkgebühren werden sich auch nur schwer wieder abschaffen lassen. Hat man damit schließlich eine sehr ergiebige zusätzliche Einnahmequelle gefunden.

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