Rügen Tag 3

Der dritte Tag der Tour stand ganz im Zeichen der Kreideküste.

Direkt am Stadtrand von Sassnitz startet ein Wanderweg, der sogenannte Hochuferweg. Dieser führt entlang der Kreideküste bis hinauf zum Königsstuhl und bietet neben teils atemberaubenden Wald-Landschaften und sehr schönen Bachüberquerungen auch einmalige Ausblicke auf die Kreidefelsen. Der Weg ist an vielen Stellen doppelt angelegt, eine Variante führt direkt an der Küste entlang, die andere ca. 20m weiter landeinwärs. Leider ist man durch viele Küsten-Abbrüche oder Stellen mit akuter Abbruchgefahr sehr oft gezwungen, den altenativen Weg zu nehmen. Aber angesichts der möglichen Lebensgefahr, tut man denke ich gut daran, sich an die Warnungen und Sperrungen zu halten.

Oben angekommen, steht man vor der Wahl, ob man dass “Nationalparkzentrum Königsstuhl” besuchen soll oder sich die über 7€ Eintritt pro Person sparen soll. Ich rate euch, spart euch das Geld! Die Aussicht von dort ist nicht anders, als von einem Punkt wenige Gehminuten zuvor. Möchte man nach dem relativ langen Aufstieg etwas essen, kann man auch das Angebot der vor dem Park angesiedelten Imbissbuden nutzen, das Selbstbedienungsrestaurant im Zentrum hat mich nicht sehr überzeugt. Eine der alle zwanzig Minuten stattfinden Multivisions-Shows zu besuchen habe ich mir ebenso erspart wie den Besuch des Museums. Dort muss man sich zuvor eine von vier möglichen Informationsarten aussuchen und dann wird man zusammen mit einer ganzen Gruppe in regelmäßigen Abständen durch die Ausstellung geschleust. Ein Audioguide erklärt dann wohl, in Abhängigkeit vom gewählten Thema, die verschiedenen Exponate.

Schade eigentlich, hier hätte ich mir ein klassisches Museum gewünscht, dass wäre, zumindest für mich, weitaus interessanter gewesen.

Für wanderfaule Besucher des Königsstuhls ist auch ein kleiner Rundwanderweg, basierend auf dem Hochuferwege, ausgezeichnet. Dieser führt zu einigen kleinen Aussichtspunkten und passiert auch eine  Treppe zum Tiefufer mit fast 500 Stufen.

Direkt vor dem Zentrum befindet sich ein kleiner Busbahnhof. Dieser ermöglicht es, den Berg sowohl direkt von vielen Punkten von Rügen anzufahren, als auch dorthin wieder zu verlassen. Und nach einem Aufstieg von über fünf Stunden, wählte ich diese Option für den Rückweg.

Auf dem Weg hinunter, der durch sehr schöne Waldstraßen führt, hat man dann die Gelegenheit, einige der oft beworbenen Moor-Seen zu sehen.

Den schönen Abendhimmel nutzte ich in Sassnitz dann noch für die folgenden Aufnahmen:

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