Vorerst keine Reisen mehr…

Wegen privater Probleme fehlte mir 2015 leider die Zeit, um so viele Touren unternehmen zu können wie in den Jahren zuvor. Dies sollte sich 2016 wieder ändern und die Planungen hatten auch schon begonnen.

Dann kamen jedoch die erneuten Anschläge von Paris und kürzlich in Ägypten und ich entschloss mich dazu, zumindest von den Touren in touristisch beliebte Gebiete im Ausland Abstand zu nehmen. Also entschied ich mich, Deutschland genauer fotografisch zu erkunden, denn auch hier gibt es noch mehr als genug interessante Ziele.

Jedoch nach den Ereignissen an Silvester in Köln und anderen Städten und angesichts der aktuellen Entwicklungen in Deutschland, werde ich wahrscheinlich auch die bereits begonnenen Planungen für die Städtetouren nicht weiter verfolgen.

Die erste Regel bei der Vermeidung von Konfrontationen ist, daß man sich erst gar nicht in die Situation begibt, in der die Gefahr einer Konfrontation entstehen könnte. Bisher sah ich diese Gefahr nur beim Betreten von „gefährlichen Vierteln“ in Städten. Aber bei der aktuellen Lage mit der Gefahr von Angriffen ganzer Gruppen auf offener Straße ist man selbst als erfahrener Einzelkämpfer in einer eher aussichtslosen Situation.

Meine Planungen für 2016 konzentrieren sich somit vorerst auf wenige kleine Touren und vor allem auf naturfotografische Projekte.

Auf mein Entsetzen über diese Entwicklungen, die eindeutigen Ursachen und die meiner Ansicht nach einfachen Lösungen werde ich an dieser Stelle nicht weiter eingehen. Wie sich in den letzten Wochen gezeigt hat, könnte mir das als regimekritische Berichterstattung ausgelegt werden und könnte zu einer Verurteilung wegen Volksverhetzung und zur Verhängung einer mehrjährigen Haftstrafe führen.

Edit 12.06.2016

Angesichts der weiteren Anschläge der letzten Montate, beispielsweise auf den Flughafen in Brüssel, wurde ich in der Überzeugung bestätigt, größere Städte und insbesondere öffentliche Plätze mit größeren Menschenmengen auf lange Sicht auch in Deutschland zu meiden. Daher habe ich inzwischen, wie bereits oben angedeutet, alle bereits gebuchten deutschen Städtetouren storniert und mir alternative Reiseziele gesucht, weit weg von touristischen Kerngebieten und daher auch weitaus günstiger.

Zyniker könnten jetzt behaupten, daß das alles auch was Gutes hat, denn nun wird der inländische Tourismus, insbeondere in abgelegeneren Orte und weniger bekannten Gegenden sehr stark gefördert. Realisten wie ich dagegen fürchten sich einfach nur vor dem, was noch alles kommt und vermissen bereits jetzt, was wir schon alles verloren haben, allem voran die Fähigkeit, unbesorgt durch die Welt zu reisen. Denn selbst wenn sich die Situation in ein paar Jahren wieder entspannen sollte, es wird nicht wieder, wie es war…

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