Sonnenbrille für Fotografen

Eine Sonnenbrille ist sehr wichtig und oft unverzichtbar, nicht nur für Fotografen sondern für alle, die draußen unterwegs sind.

Wenn man extreme Anwendungsfälle wie z.B. hohe Berge und Polarregionen aus der Betrachtung ausschließt, sucht man nach einer „normalen“ Sonnenbrille.
Allerdings sollte man einige Punkte beachten:

  • Kunststoffgläser brechen nicht so leicht und sind im Fall der Fälle nicht so scharfkantig.
  • Kunststoffgestelle sind flexibler und im Bruchfall nicht so gefährlich wie Metall.
  • Gerade Bügel bieten den Vorteil, daß man die Brille schnell auf- und absetzen kann
  • Möglichst große und gebogne Scheiben schützen auch vor Seitenlicht.
  • Nur getönte, keine gefärbte Scheiben. Damit wird zwar das Licht geschwächt, die Farben jedoch nicht verfälscht. Das ermöglicht selbst mit aufgesetzter Sonnenbrille die farbrichtige Beurteilung von Fotomotiven.

Damit ist schnell klar, daß man nach einer Sport-Sonnenbrille sucht.
Diese gibt es in diversen Bauarten und Qualitäten und wie bei fast allem lohnt es sich auch hier nicht das günstigste Modell zu wählen. Ein halbwegs gutes Modell kann dann locker 10 Jahre durchhalten und zu einem treuen Begleiter in der Sonne werden.

Dennoch stört sie mich beim Fotografieren meistens und so bin ich ständig damit beschäftigt sie abzunehmen und irgendwo sicher zu verstauen. Leider birgt das nicht nur die Gefahr von Beschädigungen, sondern auch des Verlusts. Bedenkt man die Kosten für eine gute Sonnenbrille, kann das schnell teuer werden.

Nachdem ich selbst meine Brille einst verlor und nur durch Glück zurückerhielt, begann ich mir Gedanken über eine Befestigung zu machen. Die klassischen Brillen-Strappen sind für meine Zwecke jedoch einfach nicht zu gebrauchen. Entweder sind sie zu lang und stören bei abgesetzer Brille beim Kamerahandling, oder sie sind extrem breit und unbequem unter einem Hut zu tragen.

Es mußte also eine andere Lösung gefunden werden und natürlich war es eine Selbstbau-Lösung.

Diese besteht aus einem runden Textil-Gummiband. Dieses versieht man an beiden Enden mit einem Knoten. Dann überzieht man die Enden des Gummies und die Brillenbügel mit einem Schrumpfschlauch. Die Knoten an den Enden dienen dazu zu verhindern, daß das Band nicht aus dem Schrumpfschlauch rutscht. Man sollte darauf achten, daß der Schrumpfschlauch über die Verdickung am Brillenbügel hinaus in Richtung Gläser reicht. Das stellt sicher, daß auch an dieser Seite ein herausrutschen verhindert wird, da der Schlauch damit an beiden Enden sich mehr zusammenzieht als in der Mitte. Um die Länge des Gummibandes an die aktuellen Bedürfnisse anpassen zu können benutzt man einen Tanka-Verschluss.

Inzwischen gibt es ähnliche Systeme auch bereits fertig zu kaufen. Wie jedoch bei so vielen DIYs gilt auch hier wieder, daß meine Lösung nicht nur kostengünstiger ist, sondern auch beim Bau optimal auf die eigenen Bedürfnisse angepaßt werden kann.

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2 Comments Add Yours

  1. Bernhard

    … das Los eines Normalsichtigen … 😉
    Als Brillenträger wechsle ich die einfach und die jeweils andere landet im stabilen Etui im Rucksack.

    Nur brauch ich dann eben eine Kamera mit sinnvollem Sucher.

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  2. Jan

    Toller Tip! Danke!

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