Arbeitsmesser für Naturfotografie

Bei der Fotografie von Pflanzen, Pilzen etc. kommt es häufig vor, daß z.B. Dreck auf oder Pflanzenreste an Stellen sind, an denen sie einfach nur stören. Dann hat man das Problem, daß man mit den Fingern die Fotomotive zerstören könnte und dann hilft eine Nadel oder eine Pinzette. Manchmal braucht es aber auch ein stabiles Messer, beispielsweise um Totholz das auf dem Boden liegt aus dem Bildausschnitt zu schneiden. Damit man es auch ohne schlechtes Gewissen richtig hart einsetzen kann, sollte man sich nicht für ein teures Edelmesser entscheiden. Denn ein gutes, günstiges Messer erfüllt die meisten alltäglichen Zwecke mehr als gut und wenn es verbraucht ist, kann man es schnell austauschen.

Mir war nur wichtig, daß die Klinge möglichst dick und nicht länger als 12cm ist. Weiterhin ist es von Vorteil, wenn die Klinge durch den ganzen Griff reicht. Damit ist es besonders bei härteren Hebelarbeiten weitaus stabiler. Zur besseren Griffigkeit habe ich einen Schrumpfschlauch über den Griff gezogen und ein Stück Paracord kann auch nützlich sein.

Den günstigen Messern fehlt jedoch meist eine brauchbare Messerscheide. Daher entschied ich mich, wie schon beschrieben, für den Selbstbau aus Kydex und Nylon.
Die kleine, aufgesetzte Tasche habe ich aus einem Stück stabilen Nylonband hergestellt. Das Band wurde unten umgeschlagen und an den Seiten festgenäht. Geschlossen wird die Tasche mit Klettverschluß und befestigt habe ich sie mit Rangerbands.

Dieses Set hat mich schon auf einigen Touren begleitet und hat mir schon einige Stunden an Nachbearbeitung erspart. Durch die “Bereinigung” der Photomotive on location entfällt das lästige säubern der Bilder in Photoshop.

Obwohl ich nicht der Meinung bin, daß man die Natur für ein Photo verändern sollte, sehe ich im Wegnehmen von Pflanzenresten oder dem wegschneiden von Totholz  keine Veränderung.

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